Hohoho
von: Simon, in der Kategorie: „Laufen
6. Dez
2010

„Liebe Lauffreundinnen und Lauffreunde, trotz der aktuellen Wetterbedingungen und der Voraussagen werden wir den Kölner Nikolauslauf in diesem Jahr wie geplant durchführen ...“ konnte man am Tag zuvor auf der Internetseite vom Kölner Nikolauslauf lesen.
Im Klartext: es war mit Eis, Schnee, Matsch und Regen zu rechnen. Und dem war dann auch so.

War's die Tage davor noch popokalt, stiegen die Temperaturen am Sonntag über den Gefrierpunkt und pünktlich zum Start kam von oben ein feucht-kaltes Gemisch aus Regen und dicken Schneeflocken runter, während unten die Wege noch angefroren waren, die Oberfläche sich aber schon langsam in Matsche verwandelte.
Egal, ich stellte mich mit dem bei ernsthaften Wanderern am allermeisten verpönten Ausrüstungsgegenstand an den Start: 'nem Regenschirm, denn ich wollte nicht schon vorher nass werden.

Aussteigen oder lieber gleich wieder nach Hause fahren?

Nasser Start

Der Lauf war dieses Jahr erstmals in zwei Kategorien eingeteilt: Top-Lauf für die Sprinter unter 50 Minuten und Fun-Lauf, für den Rest eben. Der Sinn dieser Unterteilung erschließt sich mir noch immer nicht, denn ich wüßte nicht, wer so bescheuert sein und sich ausgerechnet einen spaßigen Lauf über drei holprige und kurvenreiche Runden durch den Stadtwald zum Anlass nehmen sollte, eine Bestzeit anzustreben. Der Lauf sollte ja für einen guten Zweck sein.
Wie auch immer, der erste Mann kam nach 32:03 Minuten durch's Ziel, die schnellste Frau 08:09 Minuten später. Für unsereins gings danach pünktlich um 11:30 Uhr los, die ersten 1.000 Meter eher gehend, da alle vor mir anscheinend Schiss hatten, sich auf den Hintern zu setzen. Nicht unbegründet, denn es war stellenweise sehr glatt, s.d. es immer wieder mal jemand auf die Fresse haute. Insgesamt hab ich den Krankenwagen 2x ausrücken gesehen.

Ich selbst blieb von Ausrutschern verschont, trotz des nicht vorhandenen Profils der 905er von NB. Dafür froren mir schon nach drei Pfützen die Zehen an der Einlegesohle fest.
Für die erste Runde benötigte ich also ewig, ab dann ging es jedoch sehr gut und ich war nur noch am Überholen – es sind also noch langsamere Läufer als ich selbst unterwegs ;-)

Nach ner Stunde ging's über die Ziellinie, wo jede/r einen Schoko-Weihnachtsmann in Empfang nehmen durfte. Blöderweise war der warme Tee schon alle und das Wasser mit extra Kohlensäure versetzt, das, meine lieben Organisatorinnen und Organisatoren, war nicht so doll.


3 Kommentare zu „Hohoho”:
  1. -timekiller- sagt:

    Na, nach großem Spaß hört sich das bei den Bedingungen wirklich nicht an. Aber der Läufer quält sich ja gerne, ist es nicht die Strecke, dann wenigstens die unwirtlichen Bedingungen, die einen Herausfordern. Anders ist die große Zahl der Nikolaus / Weihnachts und Silvesterläufe doch nicht zu erklären. Oder?

    Grüße aus München
    -timekiller-

  2. Simon sagt:

    Das war so ein Lauf, vor dem man kurz überlegte, trotz der bereits gelöhnten Startgebühren einfach zu Hause zu bleiben oder auf dem Weihnachtsmarkt schon mal nen vormittaglichen Glühwein zu kippen.

    Da wären auch noch die Hindernisläufe über Strohballen und durch Schlammlöcher - immer nur durch die Stadt zu rennen, scheint auf die Dauer tatsächlich zu langweilig zu sein

  3. ultraistgut sagt:

    Für mich wäre das auch nichts, die kurzen Strecken sowieso und dann noch bei diesen Bedingungen, dann hätte ich mich wohl auch für den Weihnachtsmarkt mit Glühwein entschlossen, vorher aber eine Runde auf heimatlichen Gefilden - nur für mich.

    Aber es war ja für einen guten Zweck ! ;)

Ich habe auch etwas zu sagen: