Rückblick: Ein Tag im Parc National Du Mercantour
von: Simon, in der Kategorie: „Wandern
5. Okt
2010

Nizza bietet im Sommer nicht nur eine unerträgliche Windstille, überfüllte steinige Strände und völlig überteuerte Preise für absolut Alles an, nein, die nicht gerade mit Sehenswürdigkeiten gesegnete Kleinstadt an der Côte d’Azur ist auch ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen in den französischen Seealpen, genauer in den wunderschönen Nationalpark Mercantour.

Die 80 km lange Fahrt von Nizza bis zur Refuge de la Madone de Fenestre dauert ca. 2 Stunden, außer man hat einen richtigen Franzosen am Steuer eines standesgemäßen Peugeot 305 – dann sind's schon mal 30 Minuten weniger und ca. ein Liter Angstschweiß mehr.

Die kleine Tageswanderung beginnt am Parkplatz unterhalb o.g. Hütte auf ca. 1.850 Meter Höhe und Bruno, seines Zeichens Lokführer, Gebirgsjäger a.D. und Cheffe unserer kleinen Truppe Gruppe (Jane, Beatrice, Armand, Simon und Bruno), gibt das flotte Tempo vor.

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Lieber nicht
von: Simon, in der Kategorie: „Laufen
3. Okt
2010

Ich bin heute nicht zum Halbmarathon angetreten.

Gestern noch im Sportlerparadies Decathlon in Herne ein paar neue Laufsachen gekauft und heute?
Nach einer beinahe schlaflosen Nacht, habe ich mich heute Morgen, als der Wecker mich um 6:30 Uhr unsanft darauf hinwies, dass ich heute noch etwas zu tun hätte, dafür entschieden, nicht am Halbmarathon teilzunehmen. Ich hatte einfach ein zu schlechtes Gefühl bei der ganzen Sache und Angst, dass ich mich schlicht übernehmen würde.

21 Kilometer sind dann doch sechs mehr als noch zuletzt beim Brückenlauf und das alles ohne wirkliches Training ...
Ich sehe es 'mal nicht als Scheitern an, sondern eher als vernünftige Entscheidung. Jetzt heißt es endgültig Kopf hoch und brav trainieren – da sind noch genügend Wettkämpfe in Aussicht, an denen sich das Ego profilieren kann.

Wer wissen möchte, wie es medizinischerweise hinter dem Laufspektakel aussah, den verweise ich auf meinen anonymen Arbeitskollegen: „Sanitäter werden ist nicht schwer“

Morgen steht übrigens bereits die nächste Herausforderung an: Salsa-Kurs!


Auf geht’s
von: Simon, in der Kategorie: „Laufen
30. Sep
2010

Vorbereitung sch... , Kondition sch... – alles sch...lecht.
Aber egal, ich hab meine Startunterlagen in der Hand, weiß, was ich anziehen werde, hab meinen Zwischenzeitenzettel mit der prognostizierten Zielzeit von 02:20:15 ausgedruckt, werde morgen nochmal locker laufen gehen und am Samstag schön mit Freunden Spaghetti essen.
Der Sonntag und sein Halbmarathon können also kommen!

Ich weiß, Vorsätze sind blöd und überhaupt, aber kommendes Jahr wird's besser. Nach Köln werde ich wieder anständig und konsequent nach Plan trainieren, vorausgesetzt, mein diesjähriges Verletzungspech verfolgt mich nicht weiterhin. Wobei es natürlich auch dafür Gründe gab und ich letztendlich selbst schuld bin.

Heute Mittag bin ich von meinem Mitläufer Tom gefragt worden, wie konsequent einen der Besenwagen von der Strecke fegen würde und witzigerweise habe ich mich das ein paar Stunden zuvor auch gefragt.
Für den HM bleibt dem langsamen Läufer eine Bruttozeit von 2:45 Stunden innerhalb derer er das Ziel erreichen sollte/müsste, und wenn man bedenkt, dass ich beim Marathon 2009 erst 23 Minuten nach dem Startschuss loslaufen durfte, dann ... dann wird's schon etwas eng :-)
Letztes Jahr waren 1.527 Teilnehmer über meiner „Zielzeit“ und der letzte kam nach 03:21:10 an, so gesehen brauch ich mir eigentlich keine Sorgen machen. Außerdem steht in der Zeitenliste vom Marathonheftchen, dass der Letzte ca. drei Stunden später ankommen darf/sollte/müsste/könnte.

Aber auch dass ist mir alles sch...nurzegal. Am diesjährigen Tag der Deutschen Einheit heißt es ausnahmsweise „Dabeisein ist alles, gejammert wird ein andermal!“.

Wünscht mir etwas Glück, Durchhaltevermögen und dass ich den Lauf schadenfrei hinter mich bringe. Das Wetter scheint ja auch mitzuspielen.


Rückblick: Korsika im April 2010 (I)
von: Jane, in der Kategorie: „Wandern
28. Sep
2010

Korsika – Welche Klischees fallen einem dazu spontan ein?
Schroffe schneebedeckte Berggipfel mitten im sonnigen Mittelmeer, stolze braungebrannte Männer mit Drei-Tage-Bart, großer Nase und einem allzeit bereiten Klappmesser in der Hosentasche, unter Olivenbäumen ruhende Ziegen, die die Milch für den zum Himmel stinkenden Käse produzieren, schlechte, zu enge Straßen, ausgedehnete Siesta, Separatisten, die Hotels freundlicherweise nur außerhalb der Hauptsaison in die Luft jagen.

Und das meiste davon glaubt man peinlicherweise aus dem 1973 erschienen Asterix-Abenteuer „Astérix en Corse“ zu kennen. Vielleicht stimmt das auch tatsächlich, wenn man sich abseits der touristisch erschlossenen Strandgebiete in die Bergdörfer begibt. Wir konnten jedenfalls auf unserer diesjährigen Reise auf Korsika außer den schroffen, schneebedeckten Gipfeln an der Mittelmeerküste keines der Klischees bestätigen, da wir ausnahmsweise mal als Pauschaltouristen unterwegs waren und weder Korsen noch Ziegen kennengelernt haben. Achso, O.K., unser Hotel wurde glücklicherweise trotz Nebensaison kein Ziel von radikalen Separatisten.

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Ein Lauferlebnis – traumatisch
von: Simon, in der Kategorie: „Laufen
24. Sep
2010

Manchmal wache ich des Nachts zitternd und schweißgebadet auf – DAS REH DES GRAUENS war wieder unterwegs.

Es war irgendwann in den späten Achtzigern, als ich auf die Idee kam, laufen zu müssen. Einfach so aus jugendlichem Übermut heraus, ums Wohnviertel, unter den Bahngleisen durch und den anliegenden Acker drumherum. Eine wirklich sehr sehr kurze 1,8 Kilometer-Strecke über Asphalt und Schotter, mit zwei herausfordernden Steigungen – ich hab's eben nachgemessen.
Turnschuhe hatte man ja aus der Schule, kurze Hosen und ein verwaschenes T-Shirt sowieso. Funktionswäsche? Hätte es den Begriff damals schon gegeben, dann nur für Weicheier.

So ging ich dann auch an irgendeinem Oktoberabend raus und rannte los, obwohl es bereits dunkel wurde und ich natürlich auch noch nie eine Stirnlampe in der Hand hielt. „Ist ja so schön ruhig heute Abend“.
Tja, genau das schien sich auch DAS REH gedacht zu haben: „Gehe ich heute Abend mal raus und kucke was so abgeht“.

Ich komme also nach 500 Metern locker-flockig am Maisfeld vorbei, als urplötzlich, ohne warnendes Geraschel dieses riesige REH DES GRAUENS aus dem hohen Mais hüpfte und mit mir zusammenprallte. Ich schreie, DAS REH schreit. Ich falle rückwärts hin, DAS REH rutscht auf dem matschigen Boden rum.

Obwohl ich alles wie in Zeitlupe erlebte, dauerte dieses unfreiwillige Zusammentreffen sicher nur wenige Sekundenbruchteile, denn wir rannten sofort in entgegengesetzte Richtungen weiter. Ey, mein Puls war noch nie so hoch!

An den Rest des Abends kann ich mich leider nicht erinnern, aber mein Rendevous mit DEM REH bleibt wohl für immer tief in meinem Gehirn verankert :-)


Drama Baby, Drama.
von: Simon, in der Kategorie: „Kilimanjaro
22. Sep
2010

Es ist nun bereits 14 Monate her, dass ich auf dem Gipfel des Kilimanjaros stand und seit fast einem Jahr werde ich deshalb für „Werbezwecke“ meines Hauptsponsors Arbeitgebers herangezogen, dessen Motto noch immer „Die Hochleister – Voller Einsatz für Ihren Erfolg“ lautet.

Wo normalerweise Weltmeister, Sangeskünstler und Geschichtsaufarbeiter von Webseite und Anzeigen lächeln, halte ich mit letzter Kraft stolz die Sponsorenfahne in die Kamera. Doch damit ist bald Schluss, meine junge, hoffnungsvolle Model-Karriere endet sich bereits ihrem Ende.

War schon ein toller Moment, als drei völlig erschöpfte Wanderer endorphinadrenalinbetäubt wie Kleinkinder an Weihnachten auf dem großen Schotterhaufen rumrannten :-)
An dieser Stelle liebe Grüße an Monika, Werner, Jamaica, Valerian, Joaquin, Leon, Colmar Melchior, Abel, Prosper und Alex!


Höhepunkt des Monats
von: Simon, in der Kategorie: „Wandern
20. Sep
2010

Der Monte Troodelöh.

118,04 m ü. NN und damit der tektonisch höchste Punkt in Köln! Dieser schwindelerregende Berg liegt mitten im Königsforst im Stadtteil Rath/Heumar, idyllisch zwischen A3 und A4.

Zugegeben, wir haben uns auf dem Weg zum Gipfel leicht verlaufen und standen zwischendurch vor beinahe unüberwendbaren Hindernissen, ließen uns aber auch nicht von Absperrbändern, Baustellen und försterlichen Hinweisen beirren, s.d. wir unser ehrgeiziges Ziel letztendlich erreichten und uns ins überfüllte Gipfelbuch eintragen konnten.

Ein weiterer Höhepunkt des Monats: Mai 2010


Das tut weh
von: Simon, in der Kategorie: „Laufen
17. Sep
2010

Vor zwei Tagen mal etwas ernsthafter mit den neuen Tretern unterwegs gewesen (3.500 Meter Asphalt und die Hälfte davon gehend) und 40 Stunden danach kann ich noch immer nicht richtig gehen!

Knüller-Muskelkater in beiden Waden und das zwei Wochen vor'm Halbmarathon. Ich lach mich tot, ich Depp. Immerhin nicht das geringste Ziehen im rechten Knie ... :-)

Aber man muss schon sagen, dass es sich damit ganz toll laufen lässt. Eigentlich. Man fühlt sich auch irgendwie blöder schneller.

 


Tschüss Sommer
von: Simon, in der Kategorie: „Ausrüstung
16. Sep
2010

Der ein oder andere wird mich für komplett bescheuert halten, aber ich freue mich tatsächlich auch darauf, dass die langen Tage bald wieder vorbei sein werden, denn dann wird endlich die Stirnlampen-Saison eingeläutet.

Im Dunkeln kann man sich von Beginn an auf seinen Lauf konzentrieren, ohne, dass man zu sehr von visuellen Eindrücken abgelenkt wird. Man fühlt sich frei und allein, was zugegeben nicht jedermans Sache ist und manchmal kann man beinahe Angst bekommen, wenn's im Gebüsch raschelt ... ;-)

Also lange Laufhose an, zwei Shirts unter die Fleecejacke, Mütze druff und Lampe an! Gibt's was Schöneres, als im Winter durch den dunklen Wald zu laufen, der schneebedeckte Weg nur spärlich vom Schein der Stirnlampe beleuchtet? Ja, O.K., gibt es, macht aber trotzdem Spaß. Abgesehen davon, liegt im öden Köln nur alle zehn Jahre mal etwas Schnee.

Licht an

Während meiner Kilimanjaro-Besteigung war meine kleine Stirnlampe einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, neben Wanderstiefeln, Jacke und Rucksack. Denn ohne sie hätte ich des Nachts niemals den Weg vom Zelt zum Klohäuschen (und v.a. auch wieder zurück!) gefunden.
Hauptkaufkriterien waren Gewicht und Schnörkellosigkeit, weshalb ich mich damals für die Mammut Lucido TR1 entschied. Drei Batterien geben den vier LEDs genügend Saft um dem Wanderer vor Stolperfallen in 10 Metern Entfernung zu warnen. Das reicht natürlich nicht aus, um angemessen auf einen Angriff des Yeti reagieren zu können, anderersseits weckt man damit auch nicht sämtliche Waldbewohner aus ihrem wohlverdientem Schlaf auf.

Läufer Willi fährt da schon andere Geschütze auf und schnallt sich stattdessen einen Baustrahler von Stirnlampe um den Kopf: die Petzl Ultra, mit 360 Lumen ihres Zeichens stärkste Stirnlampe am Markt :-)


Jetzt wird abgerechnet
von: Simon, in der Kategorie: „Laufen
15. Sep
2010

Die eher ernsthaften Vertreter der Läuferzunft würden wahrscheinlich nur angewidert ungläubig mit dem Kopf schütteln, wenn sie von meinen diesjährigen Halbmarathon-Vorbereitungen hören würden. Ach was, sie würden mir den Start in Köln verweigern!

Nach meinem mit Kilimanjaro-Besteigung und Marathon-Finish aus sportlicher Sicht sehr erfolgreichen Jahr 2009, folgte das bisher eher enttäuschende Läuferjahr 2010.
Zuerst Trainingsdefizite aus persönlichen Gründen, dann keine Zeit, dann mehrfach verletzt, dann ... und so weiter. Nicht mal Fußballweltmeister sind wir geworden. Konditionsstillstand  bis -rückschritt. Trotzdem bin ich am Sonntag über den Brückenlauf gekommen und daher werde ich wohl auch den Kölner Halbmarathon schaffen. Aber in welcher Zeit?

Jetzt werden o.g. Läufer wieder aufschreien, weil Wettkampf ohne Vorbereitung und so. Das kann nur zu Verletzungen führen, da der Körper gar nicht auf solche Strapazen vorbereitet ist. Und dann will er auch noch ne Zeitvorhersage!
Es gibt ja genügend Zeitenrechner (z.B. hier, hier, hier oder hier), die aufgrund von aktuellen Ergebnissen eine Vorhersage ausspucken. Werfen wir also den Business Run, den 12,5-Kilometer-Testlauf und den Brückenlauf in einen Topf, bemühen noch kurz den Taschenrechner ...ratter, ratter, ratter ... und was kommt dabei raus?
Zwei Stunden, zwanzig Minuten und einundfünzig Sekunden – 02:20:51

Nun, wir werden sehen und versprechen, dass nächstes Jahr wieder alles besser wird.


Jubiläum
von: Simon, in der Kategorie: „Laufen
13. Sep
2010

Was ist gelb, 6 Gramm schwer und hat nen Durchmesser von ungefähr 38 Millimetern? Ein Championchip, jenau.
Der ambitionierte wettkampfteilnehmende Läufer nennt ihn ebenso sein Eigen wie Startnummernband, Pulsuhr und Funktionswäsche.

Vor ziemlich genau einem Jahr gab ich „meinen“ Chip nach dem Kölner Brückenlauf nicht mehr zurück, womit er offiziell in meinen Besitz überging. Kurze Zeit später setzte ich ihn bei meiner Marathon-Premiere in Köln ein und seither ... na ja, es ergaben sich irgendwie kaum Gelegenheiten :-)

Gestern aber gingen wir zusammen an den Start vom Brückenlauf 2010, der dieses Jahr 30jähriges Jubiläum feierte. Die letztjährige Zeit konnte ich natürlich keinesfalls unterbieten – fehlendes Training und kaputtes angeschlagenes Knie sei Dank.

Komischerweise war ich vor einem Wettkampf noch nie so nervös wie gestern. Nicht, dass ich schon an unzähligen Laufwettbewerben teilgenommen hätte, aber am Sonntag fühlte ich mich merkwürdig, was sich erst mit Überschreiten der Startlinie änderte. Dabei hatte ich extra noch die komplette Alibi-Gewissen-Beruhigungs-Ausrüstung mitgenommen:
Lieblings-Shirt, Kompressionsstrümpfe, Knie-Bandage und ein Kohlenhydratgel für Kilometer 10.

Ein Testlauf über 12,5 Kilometer eine Woche zuvor zeigte, dass ich zwar völlig untertrainiert, aber dafür umso kämpferischer bin, die 15,4 Kilometer am Rhein entlang und über vier Kölner Brücken sollten also zu schaffen sein, sagte ich mir zumindest. Und siehe an – et lief. Da ich von Anfang an konsequent auf Bequemlichkeit statt auf Zeit lief und mich auch nicht von den Überholenden mitreißen lies, konnte ich bis zum Ziel mein eigenes Tempo halten.

Zusammenfassend kann man sagen:
Ein schöner, wie immer sehr abwechslungsreicher und schmerzvoller anstrengender Lauf bei fast perfektem Wetter, was eine Zeit von1:38:22 ergab.
Damit war ich 13 Sekunden schneller als ... als der 80jährige Teilnehmer Alfred König. Glückwunsch!


Bigfoot unterwegs
von: Simon, in der Kategorie: „Ausrüstung
9. Sep
2010

Nur leichter Muskelkater in beiden Waden ist das Ergebnis meines ersten Zehenschuhlauftests über drei kleine Kilometer rund um den scheintoten Kalscheurer Weiher.

Die Umstellung ist riesig. Nachdem die rechten Zehen dieses Mal relativ flott in den Schuh passten, musste ich bei den linken fünf wieder etwas ziemlich nachhelfen.
Dann die ersten Schritte in freier Natur. Mit dem kompletten Fuß aufsetzen is nich, da spürt man jeden Schritt noch im letzten Halswirbel. Also auf dem Mittel- oder noch besser Vorderfuß landen. Klappt schon besser, allerdings hatte ich das Gefühl, durch die Gegend zu tippeln und zwar so sehr, dass Jane neben mir ihren Laufrhythmus nicht fand!

Der Boden ist hart, der Kontakt ebenfalls – Dämpfung ist etwas anderes, doch es ging. Zwischendurch schienen meine Zehen aus ihren Plätzen zu rutschen, aber dann kehrte so langsam Normalität ein, obwohl ich das Zwicken in meinen Waden und Achillessehnen bereits nach wenigen Metern spürte. Es bleibt einem aber schlicht nichts anderes übrig, als über den Vorderfuß zu laufen (woran ich mich in meine Kindheit zurückversetzt fühlte, wo dieser Laufstil etwas ganz Normales war).
Die anderen Läufer bemerkten meine außergewöhnlichen Schuhe übrigens nicht, was sicher an der unauffälligen Farbe lag. Erstmal keine ungläubigen Blicke und doofen Sprüche.

Im Gras fühlte sich jeder Schritt sehr entspannend an, tatsächlich beinahe wie barfuß. Ansonsten war jeder größere bzw. spitzere Stein sofort zu spüren, was schnell dazu führte, dass ich bewusster ging und lief. Das wird noch ein Weilchen dauern, bis ich mich an die Teile und den Laufstil gewöhne, es macht aber definitiv Spaß und ich freue mich bereits auf den nächsten Lauf mit meinen Five Fingers.


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