Socken aus!
von: Simon, in der Kategorie: „Ausrüstung
8. Sep
2010

Gestern sind sie angekommen, meine neuen Kurzstreckentreter. Anders als alle anderen (schöne Alliteration).
Aber ich hab sie erstmal ignoriert und den Karton hinter meinen Bürostuhl gelegt. Nach einer Stunde konnte ich jedoch nicht anders und hab sie dann doch ausgepackt und ein erstes Mal anprobiert.

Man muss schon sagen, dass sie schick aussehen in ihrem vermeintlichen Retrostyle in schwarz-weiß, könnten beinahe als Sneaker durchgehen, wenn, ja wenn da nicht diese fünf Stummel wären.
Das Anziehen gestaltet sich dann auch viel schwieriger als noch vor ein paar Tagen im Laden mit einem anderen Modell – die kleinen Zehen wollen partout nicht in die für sie vorgesehenen Plätze. Nach fünf Minuten energischem Fummeln fügen sie sich jedoch ihrem neuen Schicksal, fortan getrennt von ihren acht Freunden. Sieht ja ein wenig nach Frodo in Sportschuhen aus.

Die ersten Meter fühlen sich schon mal gut an, ich habe relativ viel Platz in Größe 42 (meine Zehen sind auch nicht die längsten) und daher läuft's sich ganz komfortabel. Mal sehen, wie sich das in den kommenden Tagen entwickelt – ich werde berichten.


Laufen lassen
von: Simon, in der Kategorie: „Allgemein
7. Sep
2010

Heute Abend durften mal ein paar andere Jungs laufen, 25 an der Zahl:
die deutsche Fußballnationalmannschaft trat im RheinEnergieStadion in Köln zu ihrem zweiten EM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan, dem Land da irgendwo hinter ... na ja, weit weg eben, an.

Wer vor dem Spiel einen hohen Sieg erwartete, wurde nicht enttäuscht – die Jungs von Berti Vogts verloren bei bescheidenem Wetter ziemlich chancenlos mit 6:1 gegen Jogi Löws Mannen.
Keine Ahnung warum, aber irgendwie sind mir die wackeren aserbaidschanischen Kicker bereits seit Jahren sympathisch. Wahrscheinlich liegt's am heroischen Logo des aserbaidschanischen Fußballverbands AFFA.


Peinlich oder peinlich?
von: Simon, in der Kategorie: „Ausrüstung
6. Sep
2010

In meinem fortgeschrittenen Alter ist der Grat zwischen GELUNGEN und PEINLICH schnell überschritten:
Bei der eigenen Hochzeit lila Chucks tragen – cool, Strähnchen – geht noch, mit dem Tretroller ins Büro flitzen – eher peinlich. Aber Zehenschuhe tragen – ach du Schande!

Angespornt durch meinen Trainer Attila und die durchweg positiven Berichte anderer Läufer, wagte ich vergangenen Samstag den Gang zum Ausrüster meines Vertrauens in der Kölner Innenstadt. Im Prinzip war ich mir bereits sicher, dass ich mir ein Paar Five Fingers von Vibram kaufen würde, nur auf die Größe kam es noch an.
Also Jane mitgeschleppt (die durch den Kauf eines Paar Stiefels glücklich und besänftigt war), die Flitzer in verschiedenen Größen probiert, ungläubige Blicke auf mich gezogen, Kommentare angehört („Haste schonmal so wat Verrücktes jesehn?“) und eindeutig für Haben-will befunden.

Leider war mein geliebäugeltes Modell im Laden nicht zu haben, s.d. ich mir die Speed in Größe 42 noch während wir auf die Bahn nach Hause warteten per iPhone an der Haltestelle Neumarkt bestellte :-)


Des Autors neues Spielzeug
von: Simon, in der Kategorie: „Ausrüstung
3. Sep
2010

O.K., ich geb's ja zu, es war weder notwendig, dieses überteuerte Ding zu kaufen, noch hat es viel mit den sonstigen Inhalten dieses Blogs gemein, aber ich muss es einfach erzählen:
ich hab ein iPhone 4 gekauft.

Aber wir wollen nicht nur freudig damit rumwedeln, sondern einen ernsthaften Testbericht dazu schreiben, dann haben vielleicht auch andere noch etwas davon. Als seit 1997 eingefleischter Mac-Nutzer und iPhone-Telefonierer der ersten Stunden könnte man mir hier eine gewisse Nutzerblindheit unterstellen, aber ich werde versuchen es nicht zu übertreiben :-)

Zur technischen Seite haben meine werte Kollegen Hayo von onlinekosten.de bzw. Marek von basicthinking.de bereits genug erzählt und jeder kennt die Details seit Stevies Präsentation am 7. Juni.  Nachfolgend meine Version.

Klick mich, denn du willst sicher auch noch den Rest lesen, oder?


Neue Rekorde?
von: Simon, in der Kategorie: „Laufen
27. Aug
2010

Kaum war die Bänderdehnung einigermaßen ausgeheilt, ging's mit dem rechten Knie weiter – das Kopfsteinpflaster der Lüneburger Innenstadt hat es zur Strecke gebracht.
Deshalb konnte ich leider nicht beim 1. Kölner Altstadtlauf mitmachen und auch die Teilnahme am 3. Business Run Cologne stand kurz auf der Kippe. Immerhin 29:02 Minuten untrainiert und mit lädiertem Knie, also nur 16 Sekunden langsamer als letztes Jahr. Damit bin ich zufrieden.

Wie die beiden Jahre zuvor waren zu viele Läufer (anscheinend 6.200) gleichzeitig auf den oft zu engen Wegen im Kölner Stadtwald unterwegs, da half auch die Einteilung in drei Startblöcke wenig, s.d. es wie immer nach 2,5 Kilometern zum ersten Stopp am Kölsch-Ausschank kam, den der ambitionierte Läufer weitläufig auf der buckligen Wiese umrunden musste.

Die Ersten sind schon unterwegs ...

... während der Rest noch anstand

Flott um die Kurve

Mitläufer Marc

Auflauf am Bierstand

Zieleinlauf war dieses Jahr im RheinEnergieStadion, was sich im Nachhinein als wenig glücklich herausstellte, denn nicht nur der Einlauf war wegen der nicht vorhandenen Stadionatmosphäre (zu wenig Zuschauer) sehr langweilig, auch die nachfolgende Getränke- und Essensausgabe war schlicht katastrophal organisiert:
zu lange Wege, zu viele Grüppchenbildungen und Verpflegungsausgabe auf nur einer Seite des Weges. Eindeutig eine Verschlechterung zu den beiden ersten Jahren, wobei die Veranstaltung insgesamt gut organisiert war und Spaß machte. Meine Firma wird auch 2011 wieder mit ein paar Teams dabei sein.

Jetzt habe ich gerade noch zwei Wochen Zeit, um mich auf die 15 Kilometer beim Brückenlauf vorzubereiten (tut jetzt schon weh, wenn ich an die Auf- und Abstiege an den Brücken denke) und der Halbmarathon in Köln steht auch bald an. Das werden keine neuen persönlichen Bestzeiten, aber dabei sein ist ja noch immer alles.


Ernsthafte Ziele
von: Simon, in der Kategorie: „Allgemein
7. Jul
2010

So, Bänderdehnung (und daraus resultierende demütigende Duschzeremonie mit Plastiktüte und Frischhaltefolie) hin oder her, die Anmeldungen für den Kölner Altstadtlauf, Business Run Cologne, Brückenlauf und Halbmarathon in Köln stehen.

112,- Euro Startgelder für knapp 52 Kilometer Wettkampfstrecke – gut, dass mein Arbeitgeber hier ein paar Läufe sponsert.

Jetzt muss ich mich nur noch gewissenhaft an meine Trainingspläne halten und mich v.a. im Urlaub nicht ausschließlich dazu hinreißen zu lassen, nur im Rhein planschen und in den Bergen spazieren zu gehen und den Wohlstandsbauch der Sonne Nizzas entgegenzustrecken.
So viel zu unseren Urlaubsplänen ;-)


Pause
von: Simon, in der Kategorie: „Laufen
5. Jul
2010

Irgendwann zwischen England und Argentinien ... während also unsere Jungs in Südafrika während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 ihre Gegner geradezu vom Platz fegten, knickte des Autors linker Fuss in einer unbedachten Millisekunde um und bescherte ihm eine richtig schöne Bänderdehnung im Sprunggelenk.

Sechs Millimeter (die Orthopädin hat's vermessen) Unterschied zum eh tendenziell lockeren Ligamentum fibulotalare anterius des rechten Referenz-Fusses bedeuten zwei Wochen Tape-Verband und das bei nicht gerade winterlichen Temperaturen.
Dabei hab ich mich doch gerade so schön in mein Training eingelaufen.


Wie jedes Jahr
von: Simon, in der Kategorie: „Allgemein
9. Jun
2010

Jedes Jahr im Frühsommer beginnt die Qual von Neuem: Sandalen!
Zehenstegsandalen um genau zu sein.

Während die Damenwelt anscheinend keine Probleme damit hat, von heute auf morgen mit Flip-Flops und Co. rumzurennen (angeborene Hornhautschicht sei Dank), kämpfe ich jedes Jahr mit Blasen zwischen den Zehen und Abschürfungen, ach was sag ich, blutenden Einschnitten! auf den Füßen.

Aber was soll's, alles Gejammere ergibt keinen Sinn wenn der metrosexuelle Mann von heute angemessen gekleidet die Sommersaison eröffnen möchte.


Höhepunkt des Monats
von: Simon, in der Kategorie: „Wandern
31. Mai
2010

Der Alheimer.

548,7 Meter ü.NN und damit zweithöchster Berg des Stölzinger Gebirges, ungefähr 4,5 km nördlich von Rotenburg a.d. Fulda.

Wenn man den 21 Meter hohen Alheimerturm noch dazuzählt, ergibt sich eine nette Aussicht.


Durch die Heimat
von: Simon, in der Kategorie: „Wandern
30. Mai
2010

Sehr malerisch

Einziges Wildtier auf der Strecke

Linsensuppe

Steinbruch und so

Mitten durch die Archäologin hindurch

Die Damen dann nach rechts

Das durchaus schöne Wetter vergangenen Samstag sollte dazu genutzt werden, mal wieder in die bereits etwas angestaubten Wanderstiefel zu schlüpfen und sich auf eine kleine Wanderung durch das Siebengebirge zu begeben. Die „Kloster, Steine, Petersberg-Tour“ aus der Siebengebirge-Wanderfibel der Tourismus Siebengebirge GmbH sollte es sein.

Die Rucksäcke waren schnell gepackt und nach kurzer Fahrt ging es ab Bahnhof Königswinter los. Der Weg führte zuerst an romantisch-verwilderter Backsteinindustrie vorbei und ging dann steil ansteigend im Wald in eine allgemeine Wegver(w)irrung über:
zu viele Wege mit Wegmarkierungen an strategisch unwichtigen Stellen. Das in Kombination mit dem schlechten Wanderführer ... prima.

Das Kloster Heisterbach mit der sehr schönen Chorruine haben wir noch gefunden, ebenso den Weilberg mit Blick auf einen ehemaligen Basaltsteinbruch, nach der Ortschaft Heisterbacherrot war dann aber Schluß - der Weg führte in den privaten Garten von Familie Schmitz. Da die Tour bis zu diesem Zeitpunkt mehr als enttäuschte und durch eher langweilige Gegenden führte, entschlossen wir uns zur Umkehr, verloren allerdings im letzten Viertel des Rückwegs vollends die Orientierung, s.d. wir zuerst in die entgegengesetzte Richtung liefen, nach gesamt fünf Stunden aber doch noch unseren Parkplatz fanden.

Fazit

Verlass dich bloß nie auf eine unausführliche Tour-Beschreibung. Hätten wir noch Lust gehabt, hätten wir den Damen und Herren im Touri-Büro Königswinter einen Besuch abgestattet und ihnen den eigenen Wanderführer um die Ohren geschlagen. So bleibt's ein Fall für den Altpapiercontainer.
Wenigstens habe ich mir dieses Mal keine Zecken eingefangen :-)


Schwiegersöhne auf die Bäume!
von: Simon, in der Kategorie: „Allgemein
25. Mai
2010

Nicht etwa, weil wir auf der Flucht vor unseren Gattinnen waren, sondern aufgrund des Geburtstagsgeschenks unserers Schwiegervadders kamen Micha und ich dazu, uns am Samstag auf den Spuren von Tarzan durch den Kasseler Kletterwald in schwindelerregenden Höhen von Baum zu Baum zu schwingen.

Der erst 2009 eröffnete Kletterpark befindet sich auf dem Hohen Gras, seines Zeichens höchster Berg des Habichtswalds, mit Schloss Wilhelmshöhe und Herkules in Sichtweite – wenn die ganzen Bäume nicht wären.
15 Euro Eintritt je Nase im Familientarif (Gattin Jane und Sohn Bela begleiteten uns) erscheinen mir fair, die Sicherheitsausrüstung mit Helm und nicht gerade potenzförderndem Klettergeschirr gibt's gegen Hinterlegen eines Pfandgegenstands.

Nachdem es jede/r Teilnehmer/in geschafft hat, das tausendschnallige Geschirr richtig anzulegen, musste man zuerst eine Sicherheitseinweisung auf einem 1 Meter hohen Mini-Parcour über sich ergehen lassen. Nebenbei:
die Mitarbeiter/innen des Parks („Scouts“ genannt) sind übrigens durchgehend unheilbar mit Coolness gestraft, die ansonsten nur im Stamm der Surf- und Skilehrer vorkommt.

 Erst 'mal brav anmelden.

Wenn alle den Helm tragen, sieht man gar nicht mehr so bescheuert aus.

Irgendetwas stimmt da nicht.

Schön aufpassen, damit mir nachher auch keiner aus Versehen abstürzt.

Huihui

Kein Problem für den todesmutigen Bela.

Jane auf dem Surfbrett.

Hoch

Immerhin fünf Parcours unterschiedlicher Schwierigkeitsstufe, einer davon nur mit Hilfe des Partners begehbar, bieten genügend Abwechslung, unsereins entschied sich natürlich sofort für die zweithöchste. Ich würde meinen natürlich vorhandenen Respekt vor Höhe als durchschnittlich bezeichnen, aber mit nur nem Stahlseilchen und dafür bis zu 12 Meter Luft unter den Füßen ... hossa! Da muss man den beiden Sicherungen schon trauen, um nicht zu sehr ins Schwitzen zu geraten.
Genügend Kraft und Körperspannung vorausgesetzt stellt ein Durchgang allerdings kein Problem dar, rein körperlich war ich sogar etwas unterfordert. Hätte man zwischendurch übrigens wirklich schlapp gemacht, wäre man per Leiter gerettet worden.

Insgesamt hat der Parcours viel Freude gemacht (Danke nochmal an den Schwiegervadder und Fotografen K Punkt H Punkt R Punkt) und ich werde den Spaß angesichts des fairen Preises sicher noch einmal wiederholen.


Rückblick: Kölner Nachtlauf
von: Simon, in der Kategorie: „Laufen
15. Mai
2010

Da ich meiner Form vom letzten Jahr im wahrsten Sinne hinterher renne, rechnete ich von vornherein mit keinem besonders herausragendem zeitlichen Ergebnis beim Kölner Nachtlauf 2010 – meinen Startplatz beim Bonner (Halb)Marathon gab ich ja auch bereits an meinen Kollegen N. ab.

Aber dieses Mal konnte ich mich nicht drücken, die 10,5 Kilometer durch's nächtliche Köln sollten mein erster Wettkampf in diesem Jahr werden. Für 15 Euro Startgeld bekam man außer Pflaster und Mineraltabletten-Probepackungen nichts geboten. Kein überflüssiges Shirt, aber auch nur eine sehr zurückhaltende Verpflegung während des vom Athletik Sportverein Köln e.V. (ASV) organisierten Laufs.

3.000 Teilnehmer standen also um Viertel nach Neun bei leicht kühlem Wetter vor der Startlinie und ich ganz hinten – etwas späte Kleiderbeutelabgabe meiner Kollegin K. sei Dank :-)
Aber egal, knapp zwei Minuten nach dem Startschuss durften auch wir antreten und die ersten 100 bis 200 Mitläufer waren flott überholt. Nach dem Start am Tanzbrunnen ging es zuerst am Rhein entlang, über die Deutzer Brücke (1. Schmerz) rüber zur anderen Seite, wieder am Rhein entlang, über die Treppen bei der Philharmonie hoch zur Hohenzollernbrücke (2. Schmerz), um schließlich die Runde ab Tanzbrunnen ein zweites Mal anzutreten.

Die Laufcracks überholten uns natürlich noch vor Vollendung der ersten Runde, aber über so etwas kann der wettkampferprobte Freizeitläufer ja nur trocken lächeln. Zwischenzeit knapp 32 Minuten. Immerhin.
Von der 2. Runde gibt's nichts Besonderes zu berichten, die gleichen Zuschauer, die gleichen Schmerzen, wobei ich an der Hohenzollernbrücke gern aufgehört hätte. Inzwischen liefen meine Kollegin K. und ihre Freundin H. jedoch meist vor mir, da sie mich die letzten 9 Kilometer quasi als Hasen mißbrauchten. Klar, dass ich das nicht auf mir sitzen lassen konnte und das Tempo nochmal etwas anzog.

Nach 1 Stunde, 2 Minuten, 22 Sekunden war Schluss und drei Bananen und zwei Becher Wasser später war ich auch schon wieder auf dem Rückweg nach Hause – hat Spaß gemacht und ich bin angesichts meines miserablen Trainingszustands sogar zufrieden.


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