
Da ich meiner Form vom letzten Jahr im wahrsten Sinne hinterher renne, rechnete ich von vornherein mit keinem besonders herausragendem zeitlichen Ergebnis beim Kölner Nachtlauf 2010 – meinen Startplatz beim Bonner (Halb)Marathon gab ich ja auch bereits an meinen Kollegen N. ab.
Aber dieses Mal konnte ich mich nicht drücken, die 10,5 Kilometer durch's nächtliche Köln sollten mein erster Wettkampf in diesem Jahr werden. Für 15 Euro Startgeld bekam man außer Pflaster und Mineraltabletten-Probepackungen nichts geboten. Kein überflüssiges Shirt, aber auch nur eine sehr zurückhaltende Verpflegung während des vom Athletik Sportverein Köln e.V. (ASV) organisierten Laufs.
3.000 Teilnehmer standen also um Viertel nach Neun bei leicht kühlem Wetter vor der Startlinie und ich ganz hinten – etwas späte Kleiderbeutelabgabe meiner Kollegin K. sei Dank :-)
Aber egal, knapp zwei Minuten nach dem Startschuss durften auch wir antreten und die ersten 100 bis 200 Mitläufer waren flott überholt. Nach dem Start am Tanzbrunnen ging es zuerst am Rhein entlang, über die Deutzer Brücke (1. Schmerz) rüber zur anderen Seite, wieder am Rhein entlang, über die Treppen bei der Philharmonie hoch zur Hohenzollernbrücke (2. Schmerz), um schließlich die Runde ab Tanzbrunnen ein zweites Mal anzutreten.
Die Laufcracks überholten uns natürlich noch vor Vollendung der ersten Runde, aber über so etwas kann der wettkampferprobte Freizeitläufer ja nur trocken lächeln. Zwischenzeit knapp 32 Minuten. Immerhin.
Von der 2. Runde gibt's nichts Besonderes zu berichten, die gleichen Zuschauer, die gleichen Schmerzen, wobei ich an der Hohenzollernbrücke gern aufgehört hätte. Inzwischen liefen meine Kollegin K. und ihre Freundin H. jedoch meist vor mir, da sie mich die letzten 9 Kilometer quasi als Hasen mißbrauchten. Klar, dass ich das nicht auf mir sitzen lassen konnte und das Tempo nochmal etwas anzog.
Nach 1 Stunde, 2 Minuten, 22 Sekunden war Schluss und drei Bananen und zwei Becher Wasser später war ich auch schon wieder auf dem Rückweg nach Hause – hat Spaß gemacht und ich bin angesichts meines miserablen Trainingszustands sogar zufrieden.
